Sitzplatz am Gartenteich! Mittwoch, Feb 8 2017 

Seit langem hatte ich darüber nachgedacht, meinen Sitzplatz am Gartenteich anders zu gestalten. Nachdem ich im letzten Herbst die Beete neu bestückt habe, hatte ich im Winter Zeit zu überlegen, wie der Sitzplatz aussehen soll. Im Auge hatte ich schon lange einen halben Pavillion, habe aber ewig gesucht, bis ich einen fand, der von der Größe, aber auch preislich passte. Die Fläche ist klein und die Holzmöbel gefielen mir dort nicht so recht. Außerdem muss auf jeden Fall Platz für einen Sonnenschirm sein, denn sonst hält man es im Sommer in der Sonne dort nicht aus. Nun habe ich einen bestellt und bedauerlicherweise ist gleich beim Aufbau ein Stift abgebrochen. Der musste nun erst neu angeschweißt werden, er war halt nicht richtig fest. O.k., bei dem Preis will ich aber nicht meckern. Heute konnte ich das von einem Bekannten erledigen lassen (du bist mein Held! ;-)). Und als eben ein Hauch Sonne durch die Wolken kam bin ich raus und habe ihn fertig aufgebaut und natürlich gleich Fotos gemacht. Jetzt hoffe ich, dass die Hecke dieses Jahr noch ein wenig dichter wird, damit ich Geräteschuppen und Trampolin der Nachbarn nicht mehr angucken muss.

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Feiertag! Freitag, Feb 3 2017 

Heute früh hatte ich einen Grund zu feiern. Und da ich der Meinung war, dass ich auch eine Belohnung verdient habe, bin ich zum Gärtner. Dummerweise macht er dieses Jahr eine Winterpause, ich stand also vor verschlossenen Türen. Stattdessen bin ich ins Gartencenter. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich dort ein paar Hornveilchen bekomme, die gab es aber noch nicht. Stattdessen gab es verschiedene Sorten von Helleborus Hybriden. Ich habe mir zwei ausgesucht, die mir besonders gut gefallen. Und zwei Primelchen sind auch noch in meinen Wagen gehüpft. Jetzt sehe ich immer etwas farbiges vor der Haustür und auf dem Terrassentisch und immer etwas frisches Grün. Dort stehen sie auch etwas geschützt, wenn es noch mal richtig kalt wird. Aber in den nächsten Tagen soll es hier mild bleiben, so dürfen auch Olive, Oleander und die afrikanischen Schmucklilien draußen bleiben.

Vorfrühling Donnerstag, Feb 2 2017 

Heute habe ich früh Feierabend gemacht und habe eineinhalb Stunden im Garten verbracht, Kaffee getrunken und geguckt, ob sich schon grüne Spitzen der Frühlingsblüher zeigen. Wir hatten hier 12°C Grad – das war wie Frühling. Und tatsächlich, die Haselnüsse stehen schon in den Startlöchern und die Schneeglöckchen haben ihre ersten Blüten geöffnet *freu*. Morgen will ich am Nachmittag mal dies und das wegschneiden. Aber nicht zu viel, nächste Woche soll es wieder kalt werden und auch Schnee geben. Trotzdem, jetzt ist der Vorfrühling da und die nächste Zeit auf meinem phänologischen Kalender ist der Erstfrühling. Den habe ich eben umgeblättert und freue mich schon jetzt auf die nächste Seite. Gestern war es nur halb so „warm“ am Nachmittag, vormittags gab es leichten Frost, es war eben winterlich. Trotzdem habe ich gestern einen wunderschönen Tag draußen verbracht: Wir waren zum Betriebsausflug am Niederrhein im Kreis Kleve und sind von der Naturschutzstation Kranenburg aus durch den Millinger Bruch und die Düffel auf deutscher und holländischer Seite getourt. Wir haben im Sonnenschein unzählige Gänse verschiedener Arten, aber auch viele Silberreiher, Störche, Wacholderdrosseln u.a. gesehen. Und diese Landschaft: einfach schön! Zum Abschied gab es noch einen Spaziergang durch den Reichswald. Ich habe so viel gesehen und gehört – es war einfach toll. Ich zeige euch heute einfach ein paar Bilder aus diesen großen „Garten“.

 

An der Schnenkenschanz, einem historischen Ort, der bei Hochwasser komplett von der Außenwelt abgeschlossen wird, gab es noch einmal viele Gänse zu sehen. Sie sind hier am Niederrhien ja Wintergäste und ziehen ab Ende Februar der Schneefallgrenze hinterher, bis sie wieder in Estland und anderen Ländern angekommen sind. Hier am Niederrhein finden die Jungvögel ihren Lebensgefährten, gebrütet wird dann im Heimatland. Im Herbst kommen sie dann wieder zurück, die einfliegenden Schwärme zu sehen, ist noch einmal ein besonderes Spektakel.

 

Und dann noch der Reichswald, hier gibt es auch zwei Naturwaldzellen. Da wird geschaut, wie sich Wald entwickelt, wenn nicht durch den Menschen eingegriffen wird. Sehr interessant, wenn man das mal direkt vergleichen kann, denn die umliegenden Parzellen werden alle von Förstern betreut. Auf den Naturwaldparzellen gibt es viel mehr Totholz und entsprechend mehr Insekten und die Baumkronen sind zum Beispiel deutlich kleiner als anderswo, weil die Bäume viel enger stehen. Was den Vorteil hat, dass sie zum Beispiel bei Schnee nicht so viele Schäden erleiden, wie die Bäume in den bewirtschafteten Flächen. Ach, ich könnte noch so viel erzählen, aber jetzt höre ich erst einmal auf und verabschiede mich für heute mit einem letzten Foto aus dem Reichswald. Wer sich weiter informieren möchte: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/gaense/11923.html und vor allem die Seite unserer Naturschutzstation Niederrhein https://www.nabu-naturschutzstation.de/de/.

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