Bevor ich vom zweiten Tag der Englandreise erzähle, muss ich noch mal etwas klar stellen: Die Reise war wunderbar! Ich bin nur nicht die Gruppenreisende! Und ich könnte mir gut vorstellen, privat mal Land und Leute besser kennenzulernen. Aber ich würde auch eine Gruppenreise nicht grundsätzlich ablehnen – es kann durchaus sein, dass ich so eine Reise noch einmal (oder mehrmals) mache! Ich hoffe, das ist jetzt verständlicher. Eine Mitreisende hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass es sich so anhöre, als wäre es nicht schön gewesen – Nein! Wirklich nicht! Die Reise war wunderbar (sagte ich schon, oder?). Jetzt aber zum zweiten Tag.

Seeeehr früh klingelte der Wecker, denn in England gibt es keine Sommerzeit. Also die Uhr eine Stunde vorstellen. Um 7.30 Uhr nach einem guten Frühstück auf der Fähre ging es wieder in den Bus, durch die Passkontrolle und dann zum ersten Garten. Ich habe nur aus dem Fenster geguckt und war sofort fasziniert vom Land und den Ortschaften. Ich glaube, wir sind so eine oder eineinhalb Stunden unterwegs gewesen.

Der Garten „Legsheath Farm“

Rund drei Hektar sind eine stolze Größe für einen Garten. Es war aber längst nicht der größte, den wir gesehen haben. Wir wurden vom Eigentümer selbst in Begleitung seines Hundes vor dem prachtvollen Haus begrüßt. Von der Terrasse aus blickte man ins Tal über den gepflegten Landschaftsgarten in die traumhaft schöne Umgebung, Wälder, Wiesen und Felder. Dazwischen Schafherden und Vogelschwärme. Er führte uns zunächst in den Landschaftsgarten, einfach nur schön. Riesige sauber gemähte Rasenflächen grenzten an die „wilden“ Nachbarn, herrliche Bäume warfen ihre Schatten teilweise darüber, ein kleiner See bildete den tiefsten Punkt. Ein riesiges bepflanztes Beet bildete in der Mitte dem Blick einen Halt und dahinter: noch mehr Wasser. Ein kleines Häuschen mit toller Dachkonstruktion und der kleine Hundefriedhof waren hier mit Sicherheit Besonderheiten. Schaut selbst! Leider sind die Fotos nicht so gut, weil wir nicht zur besten Tageszeit zum fotografieren unterwegs waren.

 

Danach ging es wieder Richtung Haus, dort sind Blumenbeete, Pool, Gartenhaus und Wirtschaftsgebäude in einem Hof untergebracht. Die Blumenbeete waren entlang eines geraden Weges verteilt, von hohen Hecken umgeben. Passte einfach zu diesem Gelände, ich selbst könnte mir das in meinem Garten nicht vorstellen. Toll war das Poolhaus, mit Kamin, Loungeecke und Küche – Respekt!

 

Besonders gefallen hat mir das Offene, Weite dieses Gartens und die Natur um die gestalteten Bereiche herum. Das wirkte einfach großartig.

Am Ende unseres Rundganges gab es noch leckeren Tee/Kaffee und wenn ich mich recht erinnere auch Kuchen. Und schon mussten wir Abschied nehmen vom stolzen und so freundlichen Besitzer des Anwesens. Wir saßen wieder im Bus und weiter ging es zum nächsten Garten. Darauf müsst ihr aber noch ein bißchen warten.

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